SHG "Deine (Groß-)Eltern bei der Stasi?"

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Anna Frieda Schreiber ist Mitglied unserer Gruppe

Anna Frieda Schreibers Fenster zur Welt war begrenzt durch ihre Familie - Freunde durfte sie als Kind nicht mit nach Hause bringen.

 

Hier sehen wir sie in der ehemaligen Juristischen Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit in Golm bei Potsdam.
Ferien waren für Anna Frieda Schreiber immer Ferien in den Kinderferienlagern der Staatssicherheit - wie hier in Klausheide.

 

NDR Spezial: Die Stasi im Kinderzimmer

Auf dem Filmkunstfest MV hat eine Produktion des NDR Premiere gefeiert. In dem Dokumentarfilm "Die Stasi im Kinderzimmer - und wie der Verrat bis heute nachwirkt" erzählt die Filmemacherin Kathrin Matern die Schicksale von Menschen nach, die in jungen Jahren in Kontakt mit der Stasi gekommen sind und wie sie mit den daraus resultierenden Auswirkungen umgehen.

Mielke und der staatlich verordnete Missbrauch

1966 erlaubt Stasi-Chef Erich Mielke per Erlass, dass Kinder und Jugendliche für den Frieden spitzeln dürfen. Die Stasi darf nun Minderjährige als Inoffizielle Mitarbeiter (IM) anwerben - staatlich verordneter Missbrauch. Zugleich bildet das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) an der Juristischen Fachhochschule Golm bei Potsdam Offiziersbewerber für die Arbeit beim Geheimdienst der DDR aus. Und: Es sichert jungen Leuten Plätze für ein ziviles Studium, wenn sie sich für die Arbeit bei der Staatssicherheit verpflichten. Der Film "Die Stasi im Kinderzimmer" erzählt vier verschiedene Schicksale, vier verschiedene Biografien.

 Eine Laufbahn, ein Scheitern und die Rolle der Eltern

Der Film beleuchtet auch die Schicksale von Anna Frieda Schreiber, die als Andreas Schreiber in einer sogenannten Stasi-Familie aufgewachsen ist und 1986 eine Laufbahn an der Juristischen Fachhochschule in Golm begann, sowie Andrej Holm, der als parteiloser Berliner Staatssekretär für Bauen und Wohnen 2016 über seine Stasi-Vergangenheit gestolpert ist. Der Film ist aber auch eine Geschichte über Elternhäuser in der DDR. Inwieweit haben sie die Rekrutierung ihrer Kinder zugelassen? So sorgen Gabriele und Klaus Kriese mit einer Eingabe beim Staatsrat der DDR für großen Wirbel. Ihre Waffe: Dass ihr Sohn Sascha Kriese als 16-Jähriger vom MfS angeworben werden soll.

Am 09.11.19 sehen Sie die Dokumentation im NDR-Fernsehen. Hier sehen Sie den kompletten Artikel.